Das Wichtigste in Kürze
Wenn ein Mensch nach einem Klinikaufenthalt dauerhaft Intensivpflege braucht, stehen Familien vor einer großen Entscheidung: zurück in die eigene Wohnung – oder in eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft? Beide Wege sind möglich und werden von der Krankenkasse getragen. Dieser Vergleich hilft bei der Entscheidung.
Eine Intensiv-WG ist eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit Intensivpflegebedarf, zum Beispiel mit Beatmung oder Trachealkanüle. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer, Gemeinschaftsräume werden geteilt. Ein Intensivpflegedienst ist rund um die Uhr vor Ort. Mietvertrag und Pflegevertrag sind dabei in der Regel getrennt. In Bayern unterliegen ambulant betreute Wohngemeinschaften dem Pflege- und Wohnqualitätsgesetz (PfleWoqG).
Bei der 1:1-Intensivpflege zu Hause ist während der verordneten Zeiten eine Pflegefachkraft ausschließlich für eine Person da – in der eigenen Wohnung, mit Familie, Haustieren und gewohntem Alltag. Dafür braucht es Platz für Pflegebett und Geräte, ein festes Pflegeteam und eine gute Organisation.
Die Intensivpflege selbst übernimmt die Krankenkasse – mit der gesetzlichen Zuzahlung, die auf die ersten 28 Tage im Jahr begrenzt ist. Privat zu tragen sind vor allem Miete, Nebenkosten, Verpflegung und Haushaltsgeld. Die Pflegekasse kann unter bestimmten Voraussetzungen einen Wohngruppenzuschlag zahlen. Reichen Einkommen und Vermögen nicht aus, kann das Sozialamt helfen. Ein ausführliches Rechenbeispiel finden Sie in Was kostet Intensivpflege zu Hause?
Rechtlich gilt: Wünsche der Versicherten zum Versorgungsort sind zu berücksichtigen, soweit die medizinische und pflegerische Versorgung dort sichergestellt werden kann. Die Krankenkasse prüft das jährlich, siehe MD-Prüfung.
HOLLER MEDIC versorgt Menschen in ihrer eigenen Wohnung in München, im Münchner Umland und im Werdenfelser Land. Wir beraten Sie ehrlich, ob eine Versorgung zu Hause in Ihrer Situation sinnvoll und möglich ist: 089 877 665 53 oder Kontaktformular.
Eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft ist eine ambulant betreute Wohnform, in der mehrere Menschen mit Intensivpflegebedarf zusammenleben. Jede Person hat ein eigenes Zimmer; ein Intensivpflegedienst versorgt die Bewohnerinnen und Bewohner rund um die Uhr.
Die Intensivpflege übernimmt auch in der Wohngemeinschaft die Krankenkasse. Miete, Nebenkosten, Verpflegung und Haushaltsgeld werden privat getragen; unter bestimmten Voraussetzungen zahlt die Pflegekasse einen Wohngruppenzuschlag, bei Bedarf hilft das Sozialamt.
Nicht immer. In Wohngemeinschaften betreut eine Pflegefachkraft häufig mehrere Bewohnerinnen und Bewohner. Zu Hause ist die 1:1-Betreuung die Regel. Fragen Sie konkret nach dem Betreuungsschlüssel.
Redaktion HOLLER MEDIC · Stand: November 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall.
HOLLER MEDIC Medizinische Versorgung bietet spezialisierte außerklinische Intensivpflege und individuelle Betreuungsdienste in München und Bayern. Unser engagiertes Team aus erfahrenen Pflegekräften und Fachärzten setzt sich dafür ein, die Lebensqualität unserer Patienten durch professionelle und einfühlsame Pflege zu verbessern.
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