MD-Prüfung in der außerklinischen Intensivpflege

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Krankenkasse lässt jährlich prüfen, ob die medizinische und pflegerische Versorgung am Leistungsort sichergestellt ist.
  • Die Prüfung übernimmt der Medizinische Dienst, in der Regel bei einem persönlichen Besuch.
  • Geprüft werden unter anderem Personal, Hilfsmittel, Dokumentation und die ärztliche Betreuung.
  • Eine gute Vorbereitung nimmt den Druck: Unterlagen bereitlegen, Pflegedienst einbinden, Fragen notieren.

Wer außerklinische Intensivpflege erhält, bekommt in der Regel einmal im Jahr Besuch vom Medizinischen Dienst (MD). Viele Familien sind vorher verunsichert. Dabei hat die Prüfung ein klares Ziel: sicherzustellen, dass die Versorgung dort funktioniert, wo sie stattfindet.

Warum gibt es die jährliche Prüfung?

Das Gesetz (§ 37c SGB V) sieht vor, dass die Krankenkasse jährlich feststellt, ob die medizinische und pflegerische Versorgung am Leistungsort sichergestellt ist. Sie beauftragt dafür den Medizinischen Dienst. In Bayern ist das der Medizinische Dienst Bayern.

Was wird geprüft?

  • Ist ausreichend qualifiziertes Pflegepersonal im Einsatz?
  • Sind die nötigen Geräte und Hilfsmittel vorhanden und gewartet?
  • Ist die ärztliche Betreuung organisiert, liegt eine aktuelle Verordnung und – falls nötig – Potenzialerhebung vor?
  • Wird die Pflege nachvollziehbar dokumentiert?
  • Sind die räumlichen Bedingungen geeignet und gibt es einen Notfallplan?

Wie läuft der Besuch ab?

Der Termin wird vorher angekündigt. Eine Gutachterin oder ein Gutachter – meist eine Pflegefachkraft oder ein Arzt – spricht mit der versicherten Person, den Angehörigen und dem Pflegeteam, sieht sich die Räume, Geräte und Unterlagen an und stellt Fragen zum Alltag. Der Besuch dauert in der Regel ein bis zwei Stunden.

So bereiten Sie sich vor

  • Arztbriefe, Verordnung, Potenzialerhebung und Medikamentenplan bereitlegen.
  • Pflegedokumentation und Dienstplan vom Pflegedienst bereitstellen lassen.
  • Gerätepässe und Wartungsnachweise griffbereit haben.
  • Notieren, was gut läuft und wo es Probleme gibt – der Besuch ist auch eine Chance, Unterstützung einzufordern.

Unterstützung durch Ihren Pflegedienst

Ein erfahrener Intensivpflegedienst kennt die Anforderungen und bereitet die Unterlagen mit Ihnen vor. Sprechen Sie uns an – wir unterstützen Familien in München und Umgebung bei der Vorbereitung. Fragen? Kontaktieren Sie uns.

Häufige Fragen

Muss ich den Medizinischen Dienst in die Wohnung lassen?

Die Prüfung am Leistungsort ist gesetzlich vorgesehen. Sie können einen Termin abstimmen. Wird die Prüfung ohne wichtigen Grund verweigert, kann die Krankenkasse die Leistung einschränken. Besprechen Sie Bedenken früh mit der Krankenkasse.

Darf der Pflegedienst bei der Prüfung dabei sein?

Ja, das ist üblich und hilfreich. Auch Angehörige oder die rechtliche Vertretung können teilnehmen.

Was passiert, wenn Mängel festgestellt werden?

Die Krankenkasse bespricht mit den Beteiligten, wie die Versorgung verbessert werden kann. Ziel ist eine sichere Versorgung, nicht in erster Linie ein Wechsel des Ortes.

Redaktion HOLLER MEDIC · Stand: November 2026. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall.